Sep 22, 2023 | Case Studies

Logo-Redesign für die ASK-Akademie

In dieser Case Study zeige ich dir, wie ich beim Logo-Redesign für die ASK-Akademie vorgegangen bin. Du bekommst einen Einblick in meine Arbeit als Markendesignerin und erfährst meine Hintergrundgedanken zu Designentscheidungen. Lies weiter, wenn du interessiert bist und das Vorher-Nachher-Ergebnis des Logo-Redesigns sehen möchtest.

Case Study: Logo-Redesign für die ASK-Akademie

Die Vorgeschichte

„Systemisches Coaching – das will ich lernen“, dachte ich mir.

Also machte ich mich auf die Suche nach Anbietern und stieß auf die Akademie für Systemische Kompetenz (kurz: ASK) – ein Bildungsinstitut in Salzburg und Innsbruck, das Aus- und Weiterbildungen in den Bereichen Coaching, Leadership und Mediation anbietet. Ich startete die Ausbildung und eine spannende, tiefgehende Zeit begann.

Umso mehr freute es mich, als die Geschäftsführerinnen der ASK-Akademie auf mich zukamen, und mich um Unterstützung bei ihrem Markenauftritt baten. Aus dem alten Logo waren sie herausgewachsen – es war reif für ein Redesign.

 

Über die ASK-Akademie

Die ASK-Akademie wird von Angelika Preston und ihrer Tochter Claire Hudak-Preston geleitet. Ihre Mission ist es, systemisches Bewusstsein in die Gesellschaft zu tragen und damit die Entwicklung von gesunden und glücklichen Systemen zu fördern.

 

„Wir möchten Menschen dazu befähigen, in ihren eigenen Systemen handlungsfähig zu werden und Systemdynamiken zu verstehen und positiv zu beeinflussen. Und wir möchten in diesem Zuge auch ihre Angebundenheit zum übergeordneten System fördern.“ 

– Claire Hudak-Preston

 

Kurzer Exkurs: Ein System ist ein Zusammenschluss mehrerer Personen, die im privaten oder beruflichen Kontext in Beziehung treten. In unserem Alltag bewegen wir uns zum Beispiel in Familiensystemen, Freundschaftssystemen, Unternehmenssystemen, Partnerschaftssystemen, Ehesystemen, usw.

Konflikte oder Blockaden sind oft auf Verletzungen im System zurückzuführen. Systemisches Denken hilft uns dabei, diese Verletzungen bewusst wahrzunehmen und aufzulösen.

Ein wichtiges und spannendes Thema. Wenn du mehr über systemisches Denken erfahren möchtest, wende dich am besten direkt an die ASK. Ihre Weiterbildungen und Kurse kann ich wärmstens empfehlen.

Kommen wir nun zum Logo-Redesign der ASK-Akademie.

 

Das Logo-Redesign der ASK-Akademie

Das bisherige Logo ist etwa 10 Jahre alt. Es wurde damals von professionellen Grafikdesignern entwickelt und hat das Erscheinungsbild der Akademie entscheidend geprägt. Da sich aber unsere Vorstellungen von dem, was wir als zeitgemäß empfinden, im Laufe der Zeit verändern, ist auch das Logo etwas in die Jahre gekommen – so als hätte sich eine feine Staubschicht darauf gelegt.

Das Ziel ist also, das Logo vom Staub zu befreien.

Der erste Schritt bei einem professionellen Redesign ist immer ein ausführliches Briefing. Das heißt, Angelika und Claire füllen meinen Marken-Klarheits-Bogen aus und wir treffen uns zu einem Vorgespräch. Dabei kläre ich unter anderem folgende Fragen ab: Was soll bleiben? Was darf sich verändern? Was darf weg? 

Denn bei einem Redesign werfen wir nicht alles über Bord, sondern knüpfen am bisherigen Logo an und übernehmen das, was bereits gut funktioniert hat. Getreu dem Motto: Das, was gut ist, darf bleiben.

Es geht also darum, Verbesserungen anzustellen. Die entscheidende Frage ist also: Wie schaffe ich es, das Logo noch passgenauer und funktionaler zu gestalten? Hierfür braucht es Fingerspitzengefühl. 

Starten wir mit dem Logomark.

 

Das neue Logomark

Das Logomark der ASK-Akademie symbolisiert ein System. Denn darum dreht sich alles bei der ASK: um das Lehren und Lernen von systemischer Kompetenz. Das Logomark soll daher weiterhin ein System darstellen.

Aber was genau lässt sich nun am Logomark optimieren?

Als Erstes entferne ich die perspektivische Verzerrung. Denn eine perspektivische Verzerrung wirkt in den meisten Fällen veraltet. So erinnert mich das bisherige Logomark in Ansätzen an das Logo von The Dome. Wer kennt sie noch, die Musikshow aus den 90er und 2000er Jahren? Also weg mit der perspektivischen Verzerrung.

 

Case Study: Logo-Redesign ASK
Ich entferne die perspektivische Verzerrung. Dadurch folgt der Blick nicht mehr einem Fluchtpunkt, sondern ruht auf dem Symbol. Das sorgt für mehr Ruhe und Klarheit.

Im nächsten Schritt überprüfe ich das Logomark auf seine Funktionalität.

Denn ein richtig gutes Logo ist simple und funktional. Je klarer ein Logo, umso leichter bleibt es in unseren Köpfen. Und je einfacher das Logo, umso besser lässt es sich skalieren – das heißt, das Logo kann ohne Weiteres in verschiedenen Medien und Größen angewendet werden.

Für weitere wichtige Aspekte eines guten Logodesigns lese auch: Logodesign-Tipps: 7 Bausteine für ein passgenaues Firmenlogo.

Das Logo soll also möglichst funktional sein.

Ich beginne, das Logomark in unterschiedliche Richtungen zu verändern. Aus wie vielen Elementen das Logomark schlussendlich bestehen wird, weiß ich in diesem Moment noch nicht. Das lässt sich am besten durch Ausprobieren beantworten.

 

Case Study: Logo-Redesign ASK
In der ersten Designphase habe ich einfach Spaß und tobe mich aus. Auch wenn es schlussendlich nur EIN Logomark geben wird, probiere ich möglichst viele Varianten aus. Je mehr Varianten ich entwerfe, desto klarer wird mir, wie ein Symbol wirkt und in welche Richtung es weiter gehen soll.

Um das Logomark auf das Wesentliche zu reduzieren, gehe ich übrigens fast immer den Umweg über die Komplexität. Das heißt, meine Entwürfe sind anfangs komplexer und erst mit der Zeit, durch das Ausprobieren, werden die Entwürfe einfacher und klarer. 

 

Case Study: Logo-Redesign ASK
Die finalen Logomark-Entwürfe.
Case Study: Logo-Redesign ASK
Der gesamte Weg vom ursprünglichen Logomark zum finalen Entwurf.

Die neuen Farben

Die nächste Verbesserung betrifft den Farbton bzw. den Farbverlauf. Logos mit Farbverläufen sind heute nicht mehr üblich (es gibt natürlich Ausnahmen, wie z.B. in der Technologie-Branche). Ein Grund dafür ist, dass Farbverläufe im Druck oder bei Platzierung auf farbigem Hintergrund schwieriger zu handhaben sind. Und da die Funktionalität eines Logos eine wichtige Rolle spielt, rate ich in den meisten Fällen von Farbverläufen im Logo ab.

Es stellt sich also die Frage, welchen Farbton das Logo anstelle des Farbverlaufs haben soll.

Das Blau des alten Logos ist kräftig und dominant. Es ähnelt dem Farbton eines Blaumanns und wirkt technisch-maskulin. Die ASK-Akademie richtet sich mit ihrem Angebot aber nicht nur an Männer, sondern auch an Frauen. Der neue Blauton soll daher die Zielgruppe besser ansprechen und natürlich auch die ASK widerspiegeln. Da sich die ASK-Akademie über die Jahre weiterentwickelt hat, bekommt das neue Blau einen dunkleren Ton und mehr Tiefe.

 

Case Study: Logo-Redesign ASK
Neben dem neuen Blauton bekommt das Branding noch ein tiefes Dunkelblau und ein helles Sandbeige. Diese Farben eignen sich gut als vollflächige Hintergrundfarben.

Die neue Schrift

Das neue Logo darf sich generell vom technisch-maskulinen Erscheinungsbild entfernen. Eine neue Schrift, soll dabei helfen, die Balance zwischen feminin und maskulin wiederherzustellen. In Anlehnung an das alte Logo, fiel die Wahl auf die Serifenschrift „Kinfolk“: eine feine, elegante Schrift mit sowohl femininen als auch maskulinen Zügen.

 

Case Study: Logo-Redesign für ASK
Die neue Schrift stellt die Balance zwischen maskulin und feminin wieder her.

Vorher-Nachher-Vergleich & Anwendungsbeispiele

Hier nun das Endergebnis des Logo-Redesigns für die ASK-Akademie mit Vorher-Nachher-Vergleich und Anwendungsbeispielen. Das überarbeitete Logomark in Kombination mit dem neuen Farbton und Schriftzug verleiht dem Logo eine moderne und elegante Ausstrahlung und entspricht jetzt ganz dem Auftreten der beiden Geschäftsführerinnen Angelika und Claire.

 

Logo-Redesign für die Akademie für Systemische Kompetenz
ASK-Logo Anwendungsbeispiel
ASK-Logo Anwendungsbeispiel
ASK-Logo Anwendungsbeispiel
ASK-Logo Anwendungsbeispiel
ASK-Logo Anwendungsbeispiel
ASK-Logo Anwendungsbeispiel

Dein nächster Schritt

Wenn auch du aus deinem Unternehmensauftritt herausgewachsen bist, dann ist es vielleicht Zeit für ein professionelles Redesign.

Ein mögliches Anzeichen dafür ist, wenn du dich mit deinem Design unwohl fühlst. Oder wenn dein Design nicht mehr zu dir, deinem Unternehmen oder deiner Zielgruppe passt.

Wenn das der Fall ist, vereinbare einen Termin für ein kostenloses Kennenlerngespräch. Du erzählst mir, wo du aktuell stehst, was deine Herausforderungen sind und wo du gerne hin möchtest. Außerdem schauen wir uns gemeinsam deinen Unternehmensauftritt an. Danach weißt du ganz genau, wie ich dir weiterhelfen kann.

Ich freu‘ mich darauf, dich kennenzulernen!

Zum kostenlosen Kennenlerngespräch.

 

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